ISBN 978-3-86858-314-4, 212 Seiten, 14,50 EUR, Deutsch,
Paperback, 11,5 x 18,5 cm
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Belletristik
Dorf Guerilla
von Andreas Tietjen
Anfang August 2008 - ein außergewöhnlich heißes Wochenende in der niedersächsischen Provinz. Der in Berlin lebende Fremdsprachenassistent Andreas Behrens macht sich auf den Weg zur Hochzeit seines Bruders, als kurz vor seinem Ziel der Motor seines Sportwagens versagt.
Von nun an nehmen die Dinge einen unheilvollen Lauf. Was ihm zunächst wie eine Verkettung widriger Umstände erscheint, stellt sich nach und nach als Trip in eine unheimliche, gefährliche Welt dar.
Während Andreas zwanzigjähriger Abwesenheit haben sich die Zustände in seiner früheren Heimat in erschreckender Weise verändert. Unbemerkt von den Großstädtern in der Hauptstadt, ist die ehemalige ländliche Idylle von jeglicher modernen Infrastruktur abgekoppelt worden. Die Menschen verhalten sich unberechenbar und irreal; verfeindete Gesellschaftsgruppen haben damit begonnen, sich gegenseitig zu bekämpfen. Durch die Autopanne auf die Clique seines Bruders angewiesen, erlebt er ein Wochenende voller skurriler Ereignisse, deren Gefährlichkeit er erst allmählich begreift.
Diese surrealistische Geschichte ist Albtraum, Provokation, Karikatur - eine Irrfahrt durch Gewalt, Absurdität, aber auch durch die schönen Seiten dörflicher Beschaulichkeit. Wer sich darauf einlässt, der wird mit überraschenden Perspektiven und amüsanten Charakterisierungen belohnt.