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17,80 €/22,25 SFr
ISBN 978-3-95631-412-4
305 Seiten
Deutsch
Paperback
458 g
21 x 14,8 cm
Erscheinungsdatum: 25.02.2016

Auch als E-Book erhältlich:

Bitte beachten Sie, dass E-Books nicht ausdruckbar sind.
Preis: 5,00 €
PDF:
 

Belletristik

Die Zukunft war gestern

von  Robert Hubrich

Montage sollten grundsätzlich verboten werden, würde Jakob Kolb auf die Frage danach antworten. Verständlich, denn an einem Montagmorgen wird er kurz nach acht Uhr gekündigt und zwei Stunden später eröffnet ihm seine Ehefrau, dass sie ihn mit den beiden Töchtern verlassen wird und zu einem anderen Mann zieht. Jakob wird der Boden unter den Füßen weg gezogen, er sieht sich an einem emotionalen Abgrund, dessen Tiefe nicht mehr absehbar ist. Alle seine Bemühungen um Sicherheit, Planbarkeit und sozialem Status erscheinen ihm wie die größte Illusion seines Lebens.
Im Sumpf alkoholischen Verdrängens wird am selben Abend die Begegnung mit dem Astrophysiker Albert zum Schlüsselerlebnis und zum Wendepunkt in seinem bis dahin statischen Leben. Die Einladung zu einem noch niemals dagewesenen Experiment nimmt der desillusionierte und frustrierte Jakob ohne sich dessen bewusst zu sein, spontan an. Das wissenschaftliche Team um den Professor schickt Jakob auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Er landet im Tibet des Jahres 1959. Es ist der 8. März. Zwei Tage vor dem größten Aufstand der Tibeter gegen die chinesischen Besatzer. Jakob hat keine Zeit, sich mit seiner momentanen Situation zu befassen, denn er wandelt sich zu einem Führer der Menschen, die die Flucht in die Freiheit über den Himalaja aufnehmen wollen. Niemandem ist es vorstellbar, welche Gefahren auf sie alle warten. Denn nicht nur das riesige Gebirge birgt tödliche Fallen durch die Höhen, das Wetter, die Kälte und die Unzugänglichkeit. Weitaus mehr Angst haben die Flüchtlinge vor der chinesischen Armee, die in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden ist und jeden Weg und jeden Pfad überwachen. Der Tod lauert überall – und Jakob Kolb, der Mann aus der Zukunft, befindet sich mittendrin im nicht endenden Chaos…
Der Augsburger Robert Hubrich, Jahrgang 1959, bleibt sich dem tibetischen Thema weiterhin treu. In seinem vierten Werk wird der Leser in die gefahrvolle Flucht tibetischer Menschen involviert, die bis heute anhält. Der Nangpa La wird damit immer wieder zum ultimativen Pass nach Nepal, den zu überqueren eine leidvolle Flucht in die Freiheit bedeutet. Die Beschreibungen des gefahrvollen Weges in diesem Buch sind fiktiv, die Situation in Tibet ist es nicht.

Schlagwörter: 
Zeitreisen; Tibet; Flucht; Scheidung; Kündigung

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