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Neuerscheinung
16,90 €/21,20 SFr
ISBN 978-3-95631-749-1
270 Seiten
Deutsch
Paperback
404 g
21 x 14,8 cm
Erscheinungsdatum: 07.10.2019
 

Philosophie

flammen fluten und das spiel

69 philosophische Scherenschnitte und 1 Zugabe

von  Wolfgang Gast

Das richtige Buch im rechten Augenblick:

Wolfgang Gast, flammen / fluten / und das spiel.

69 philosophische Scherenschnitte und 1 Zugabe

Scherenschnitte bilden Schatten vor hellem Grund ab. Der Autor setzt darauf, dass mit Worten ähnlich scharfe Kontraste zu erzielen sind. Mit philosophischer Schere attackiert er gesellschaftliche Zwangsjacken. Sehr in Mode ist die Verkürzung risikoloser Meinungsfreiheit auf das „politisch Korrekte“, verbunden mit rabiatem Entschuldigungszwang gegen Abweichler. Oder: Nur fadenscheinig als Freiheit bemäntelt ist eine suchtartige Verstrickung in Netzwerke für permanente Kommunikation, die haltlos in ein Grundgesetz der Brave New World führt: „Jeder ist seines Nächsten Eigentum!“ (Aldous Huxley).

Dergleichen Sumpfblüten des Zeitgeistes setzt der Autor ein Leitmotiv der Aufklärung entgegen:

„Jeder Mensch hat ein Recht auf Eigen=Sinn.“

Das Buch wirbt nachdrücklich für „Eigenheit“, das heißt für persönliche Identität. Es zeigt, was „Arbeit am Ich“ bedeutet; dabei vermeidet es, ohnehin zweifelhafte Rezepte vorzuführen. Wie ein Ich seine Identität aufbaut und verändert, erzählt der Autor anhand eines konkreten Beispiels, das über einen Zeitraum von gut sechs Jahrzehnten rekonstruiert wird. Dieses Verfahren hat den Namen „narrative Philosophie“, denn es verwendet alle literarischen Formen, um Erkenntnisse zu gewinnen und darzustellen. So bietet es ein Lesevergnügen mit reichhaltigem Denkstoff für Menschen, die im unerschöpflichen Fundus der Philosophie Anregungen für ihre eigene Lebensgestaltung suchen.
Zum Autor:
Geboren 1940 in Nürnberg. Studium quer durch die artes liberales in Erlangen. Zusatzausbildung Schauspiel und Gesang. 1968 Promotion zum Doctor iuris utriusque. 1977 Habilitation in Jura und Philosophie, Universität Mannheim. Dort apl. Professor für Juristische Rhetorik. – Nach Tätigkeiten als Leitender Redakteur und Cheflektor in Fachverlagen und als Rechtsanwalt im Traumberuf angekommen: Freier Publizist und Schriftsteller. – Seit den 1990er Jahren Performance: „Kabarett mit philosophischer Schlagseite“. Seit 2013 Mitglied des Pegnesischen Blumenordens (1644 in Nürnberg gegründete Literatur- und Sprachgesellschaft).

Werkauswahl (ohne die wissenschaftlichen Monographien und Lehrbücher): Erstes Hologramm. 1003 Bagatellen, 1992. Auch Arkadien. Ein Jahrestage-Roman, 1999. Zeitbruch. Protokoll am Jahrtausendrand, 2010. 99 minimale geschichten, 2012. Andere Horizonte. Geschichten von Anfang und Ende, 2015. – Sachbücher, als Koautor gemeinsam mit Ursula Gast: paarweise. Ein Lobgesang auf das Leben zu zweit, 2001. Glücklich sein mit Sisyphus, 2004.